15 June 2021
   
 
 
 
 
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Pressespiegel

- „Die Regisseurin Emel Heinreich inszenierte mit gekonnt eingesetzten Videosequenzen eine Suche nach der Heimat im eigenen Körper und in der Überschreitung von Länder- und Geschlechtergrenzen.“- Europa Integration Äusseres, Bundesministerium Republik Österreich

 

- InBetween ist ein Stück, welches die Zwischenwelt thematisiert. In dieser Welt gibt es die Männer, die Frauen, die Einheimischen und die Fremden, die Normalen und die Anormalen. Hier sind wir, ihr und die Anderen“ AGOS Zeitung

 

- InBetween ist eine Fluchtgeschichte die sich irgendwo „dazwischen“ abspielt.“ - Halk TV Sender

 

- „Dies ist kein Stück über das Schicksal von Transen, es ist ein Stück, das die Kriterien der Gesellschaft auf den Kopf stellt.“ - TARAF Zeitung

 

- „[...] Das Stück InBetween setzt sich als Ziel im Zuschauerraum Überlegungen anzuregen, und über den Zustand des Dazwischenseins in der Gesellschaft nachdenklich zu machen. [...] Das Werk basiert nicht auf ein fertiggeschriebenes Drehbuch, sondern es der Text setzt sich zusammen aus persönlichen Erfahrungen und Gefühle mehrere Menschen, die in der Vorbereitungsphase und im Team involviert waren. Manche Stellen werden in deutscher und andere in türkischer Sprache zum Ausdruck gebracht. Der Text wird neben den Übersetzungen auf der projizierten Leinwand durch die Übersetzungen von Zeynep Buyrac, welche beide Sprachen großartig beherrscht, an das Publikum weitergeleitet. Der Wiederspiel der Mehrsprachigkeit, das Hin und Herwandern von Deutsch auf Türkisch erhält im Stück die Funktion als Mittel, der das Gefühl „Dazwischenzusein“ auch auf sprachlicher Ebene betont.


InBetween entschlüsselt neben den nationalen Identitäten auch die Klischees des sozialen, gesellschaftlich konstruierten Geschlechts. Das Stückt hinterfragt, wem die Weiblichkeit tatsächlich bestimmt ist und stellt dabei Zeynep als biologische Frau und Esmeray, die trotz der Distanzierung aus der Gesellschaft bewusst ihr Frauensein behauptet, 
gegenüber. Laut gesellschaftlichen Bedingungen soll eine Frau schön und ein Mann stark sein. Die Macht gehört dem Mann, welchem er sich nie schwach zeigen darf. Dementsprechend wird es normaler betrachtet, dass ein männlicher Tänzer nicht homosexuell, sondern als ein Familienvater erscheint und Erwartungen der Umgebung befriedigt, anstatt zu versuchen seinem mutterlosen Kind durch täglicher Bemühung Milch aus der eigenen Brust zu bekommen. Auch wenn sich die Erwartungen gegenüber gesellschaftlichen Rollen und Leitbilder sich mit der Zeit einem Wandel begeben können, sind die Klischees, welche oben angeführt wurden laut InBetween gleichbleibend und allgegenwärtig. Neben dem Transgender Schwerpunkt, konzentriert sich das Stück auch auf das Asylproblem, welches immer wieder die Öffentlichkeit in Österreich beschäftigt. Einer Person, die in ein europäisches Land flüchtet, weil das Recht auf ein Leben in der Heimat gestohlen wurde, wird kein Platz als Mitglied in der Gesellschaft angeboten, solange die Rechtsverfahren noch nicht vollendet sind. Diese Person wird weder in die Gesellschaft tatsächlich eingenommen, noch vollkommend ausgeschlossen, man lässt sie ewig irgendwo in der Mitte warten.Es ist unmöglich, diese gezwungene Heimlosigkeit oder das Gefühl nirgendswo anzugehören als eine Art Freiheit zu begreifen.

InBetween erzählt anhand kleineren Menschengeschichten und erweitert dann die Fragestellung und erfasst ein breiteres, generelles Spektrum. [...] In diesem Stück teilt uns Esmeray Özadikti ihre Schwierigkeiten als eine transsexuelle Frau mit der Umgebung und Familie mit, jedoch sehen wir sie auch in einer allgemeineren Erzählerrolle, die uns verschiedene Szenen näher bringt. Bei Zeynep Buyrac kommt die schauspielerische Leistung besonders in den Vordergrund und sie übernimmt auch einen überwiegenden Teil des theatralen Textes. Sie übermittelt uns verschiedene Frauenbilder, von der schicken, gepflegten (durch den Schönheitswahn übertroffenen) Lady bis zu einem schwachen, zerstörten Gewaltsopfer, die von dem Ehemann geschlagen wird. Nick Mortimore hingegen visualisiert durch kleinere, klassische Bewegungen bis zu einem großräumigeren Tanzeinsatz die Last der gesellschaftlichen Erwartungen an den Mann. Dieses Stück verbindet KünstlerInnen aus verschiedensten Disziplinen und verdeutlicht in jedem Moment während der Aufführung die Zwiespalt was sie als Mensch werden möchten und die Erwartungen, strukturellen Bedingungen der Gesellschaft, denen man sie aussetzt. InBetween wirft viele Fragen an das Publikum auf und verweigert sie selbst zu beantwortet. Dabei wird das Gefühl des sich in der Mitte zu Befindens, der Zustand Dazwischen zu sein mit einem politischen und soziologischen Zugang in einer bloßen, aufrichtigen und persönlichen Art zur Schau gestellt.“

- aus einem analytischen Beitrag von Hasibe Kalkan in der Zeitschrift OYUN herausgegeben von TEB (Bündnis der TheaterkritikerInnen)

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